Fea als Diabetikerwarnhündin

 Im Sommer 2011 wurde der Wunsch nach einem Hund immer größer. Wir stellten intensive Nachforschungen über verschiedenste Hunderassen an. Unser zukünftiger Hund sollte  ausgeglichen und mit niedrigem Aggressionspotential sein. Er sollte nicht haaren und als Allergikerhund geeignet seien, da wir als 6 köpfige Familie alle Allergiker sind und drei unserer Kinder Asthma haben.  

Des weiteren sollte er eine gute Nase haben und ein besonderes Einfühlungsvermögen besitzen, denn ich wollte ihn als Diabetikerwarnhund für unseren Sohn J. (13 Jahre alt) ausbilden. J. hat seit 3 Jahren Diabetes Typ 1.

Im Herbst 2011 haben wir dann das erste Mal Kontakt zu Familie van Koelen aufgenommen, um uns über Australian Labradoodles zu informieren. Nach einem Besuch war schnell klar, dass unser zukünftiger Hund ein Hund dieser Rasse seien würde.

Die Hunde strahlten eine Ruhe aus, die ich so noch nie bei einem Hund erlebt habe, nebenbei haben  sie uns auch optisch sehr gefallen!

(Ich muss hier einfügen, dass ich von Kindheit an mit den verschiedensten Hunden groß geworden bin und bis auf die letzten 5 Jahre immer Hunde hatte!)

Im Januar 2012 wurde unsere Hündin Fea im Hause van Koelen geboren, Ende März kam sie zu uns. Die Eingewöhnung war problemlos. Nach ca. 3 Wochen in unserer Familie setzte sich Fea neben unseren Sohn und winselte, worauf dieser dachte, sie müsste mal Pipi und mit ihr nach draußen ging. Doch auch auf der Wiese benahm sich Fea seltsam und wich J. nicht von der Seite. Wieder im Haus bemerkte J. das er stark unterzuckert war!!!  Ein kleines Wunder ? Es schien, als hätten wir (mit Hilfe von Familie van Koelen) genau den richtigen Hund ausgesucht!

Ab Juli 2012 sind wir dann  in Abständen von ca. 2 Wochen zum Hundezentrum Siegerland gefahren, um dort mit Unterstützung von der Hundetrainerin Uschi Roth die Ausbildung Feas als Diabetikerwarnhündin zu beginnen. Als erstes wurde  Fea auf den Unterzuckerungsgeruch trainiert. Es machte ihr sehr viel Spaß. Nachdem sie diesen Geruch als Lieblingsgeruch kennengelernt hatte, lernte sie diesen Geruch am Körper durch Kratzen und Anspringen von J. anzuzeigen. Dies machte sie dann nach kurzer Zeit auch bei ihr fremden Personen.  Später lernte sie, einen Buzzer mit der Pfote zu betätigen, so dass sie im Notfall in der Lage ist, durch Geräusch auf die Unterzuckerung aufmerksam zu machen. (Kläffen wollten wir ihr nicht antrainieren!)Als nächstes musste sie lernen,  ein Notfalltäschchen mit Traubenzucker in der Wohnung zu suchen und zu bringen.

All diese Übungen hat Fea zu unserer großen Freude in kürzester Zeit gelernt! Sie lernt einfach unglaublich schnell!Schon Ende August , nach nur etwa 6 Wochen, sagte uns unsere Hundetrainerin, dass Fea nun alle wichtigen Übungen, die für ihre Aufgabe als Diabetikerwarnhündin wichtig seien, beherrscht. Diese jedoch nur immer wieder verfestigt werden müssten. (Dass dies in Rekordzeit geschah, brauche ich wohl kaum erwähnen!)

Fea zeigt nun immer wieder unaufgefordert Unterzuckerungen bei J. an. Natürlich ist dies keine Lebensversicherung, sondern lediglich eine Unterstützung, …in Zukunft könnte diese Unterstützung jedoch vielleicht einmal lebensrettend sein.

Danke an Angela und Pako für den tollen Hund!

 

Meinerzhagen im Februar 2012, Gabriele Buss